Jun 212014
 
Wohnkredit

Wohnkredit

Ein Wohnkredit ist eine individuelle Finanzierungsform für Bau-/Wohnungsprojekte aller Art

und dem Hypothekarkredit sehr ähnlich, jedoch mit aber auch ohne grundbücherlicher Sicherheit (Hypothek, Verpfändung des Grundstückes an die Bank) zu erhalten, je nach Bonität des Kreditwerbers.

Die maximale höhe des Wohnkredites ist, im Rahmen der Bonitätskriterien, unbeschränkt. Die Laufzeit kann frei gestaltet werden. (bei den meisten Banken max. 30 Jahre).

Es können diverse Rückzahlungserleichterungen bei Beginn festgelegt werden, wie etwa späterer Rückzahlungsbeginn welche von Vorteil ist, wenn Sie z.B.: ein Haus bauen und noch Ihre Wohnung bewohnen müssen und dafür Miete zahlen! Vermeidung von einer Doppelbelastung (Hohe Kreditrate + Wohnungsmiete), oder die Möglichkeit am Anfang eine niedrigere Rate, die sich später erhöht, oder am Anfang nur Zinsen ohne Kapitaltilgung, etc…

 

Beim Wohnkredit bleiben die vereinbarten Monatsraten, bestehend aus Tilgungs- und Zinsanteil, immer gleich hoch. Allerdings erhöht sich mit jeder Monatsrate allmählich die Tilgungsleistung, während der Geldbetrag, der für den festen Zinssatz ausgegeben wird, sich in jeder Monatsrate langsam reduziert. Ursache dafür ist die Tatsache, dass mit jeder monatlichen Tilgungsrate, wenn auch sehr langsam, der Schuldenberg schrumpft. Und damit reduziert sich auch die Summe, auf die sich die Zinsen beziehen. Das heißt, dass sich die Schulden und damit auch die Zinsen von Monat zu Monat reduzieren. In gleichem Maße wächst automatisch der Spielraum, den Tilgungsanteil in den fixen Monatsraten zu erhöhen. Achtung! In manchen Verträgen befindet sich eine Klausel über die vorzeitige und/oder zwischen Tilgung des Darlehens, wobei Sie bei einer solchen Leistung eine Pönale bezahlen müssten, vorwiegend bei Fixzinsvereinbarungen.

Beim Wohnkredit gibt es wie beim Hypothekardarlehen ebenfalls zwei Möglichkeiten den Zinssatz zu gestalten.

 

Den Variablen Zinssatz und den Fix-Zinssatz!

Variabler Zinssatz:

Hierfür wird der 3 / 6 oder 12 Monats-EURIBOR (= der durchschnittliche Zinssatz der unter Banken gehandelter Gelder) und der

Sekundärmarktrendite (SMR) (durchschnittliche Rendite aller im Inland begebenen Euro-Anleihen).

Als Berechnungsbasis wird ein Mischzinssatz aus den oben erwähnten Indikatoren (so was wie eine Messlatte) aus den beiden herangezogen, der sich innerhalb der 3 / 6 / 12 Monate ergibt und der neue Zinssatz für die Verrechnung der Zinsen für den Kredit herangezogen. Dies wird alle 3 / 6 / 12 Monate wiederholt.

Fix-Zinssatz:

Hierbei schlägt die Bank einen Zinssatz vor, der auf eine gewisse Zeit vereinbart (z. Bsp.: 5% auf 3 Jahre) wird. In dieser Zeit haben Sie den Vorteil, dass Sie keine Zinsanpassungen nach oben mit machen, aber dafür den Nachteil, dass Sie bei fallenden Zinsen nach unten leider den vereinbarten Fixzinssatz bezahlen müssen. Nach Ablauf der Fix-Zinssatzzeit (z.B.: wie oben nach 3 Jahren) wird der Zinssatz wieder variabel gestaltet.

Fazit:

Fixzinsvereinbarungen sollten nur bei Niedrigzinszeiten vereinbart werden.

Tipp:

Es gibt teilweise extreme Unterschiede zwischen den Banken bei den Zinsen und Gebühren! Vergleichen Sie diese unbedingt und beachten Sie, dass es bei den Zinsangaben die Ihnen gemacht werden, es sich um den Nominalzinssatz (eine Art Rohzinssatz ohne Abgaben, Kosten und Spesen) oder um den Effektivzinssatz handelt. So kann z.B.: der Nominalzinssatz bei Bank A niedriger sein als bei Bank B, jedoch der Effektivzinssatz bei Bank B besser sein als bei Bank A! Also unbedingt den Effektivzinssatz vergleichen.

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