| Das Bauspardarlehen |
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Wenn Sie nun ein Bauspardarlehen zugeteilt bekommen, fällt eine einmalige Bereitstellungsgebühr von meistens 2 % an.
Grundsätzlich ist es bei Bauspardarlehen so, dass Sie immer grundbücherlich sicherzustellen sind und erst nach dieser Sicherstellung erfolgt die Auszahlung des Darlehens! Jedoch sehen manche Bausparkassen von einer unbedingten grundbücherlichen Sicherstellung auch ab!
Um die Wartezeit der Zuteilungsphase zu umgehen, gibt es auch die Möglichkeit eines Sofortdarlehens oder auch Zwischendarlehens. Zwischendarlehen haben meistens den negativen Beigeschmack eines höheren Zinssatzes als der Bauspardarlehenszinssatz, jedoch ist bei den meisten Bausparkassen dies nicht mehr üblich.
Am Ende der Zuteilungsphase geht dann das Zwischendarlehen sofort in ein Bauspardarlehen über.
Laufzeiten bei Bauspardarlehen sind zwischen 10 und 30 Jahren.
Bauspardarlehen werden zumeist in monatlichen Raten auf eine vereinbarte Laufzeit zurückgezahlt (Zins- und Kapitalrückzahlung).
Die Rückzahlungsraten bleiben immer gleich hoch, ausser der Zinssatz verändert sich entweder nach oben oder nach unten, erhöht oder senkt sich die Rate. Zu Beginn des Rückzahlungszeitraumes besteht der Großteil der monatlichen Rate aus Zinszahlungen. Nach einer längeren Laufzeit bzw. zu Ende der Kreditlaufzeit hingegen vermehrt aus Tilgung des Kapitals. (Siehe Anuitätendarlehen, Hypothekendarlehen, Privatkredit, etc...)
Wie berechnet sich der Zinssatz?
Der Zinssatz errechnet sich anhand des Durchschnitts des Euro-Zinsswap-Satz „3 Jahre“, gemäß einer Tabelle der Österreichischen Nationalbank, dies ist soetwas wie eine Messlate die den durchschnittlichen Zinssatz für zB.: verliehene Kredite in Euro ist und wird um 1,0 (1,5 bei Darlehen mit endfälliger Kapitaltilgung, oder Darlehen ohne grundbücherliche Besicherung) erhöht und auf Zehntel-Prozentpunkte kaufmännisch auf-/abgerundet.
Der ermittelte Zinssatz, der für Bauspardarlehen zu bezahlen ist, hat eine Untergrenze von 3 % (bzw. 3,5% bei Darlehen ohne grundbücherlicher Besicherung) und eine Obergrenze von maximal 6 % für die Verzinsung des folgenden Kalenderjahres. Das hat den Vorteil, egal wie hoch die Zinsen steigen bei Bauspardarlehen, bleiben die höchsten Zinsen bei 6%
Die Anpassung des Zinssatzes erfolgt einmal jährlich.
Bei einem Bauspardarlehen wird im Normalfall ein Eigenmittelanteil von mindestens 33 %eingebracht, jedoch gehen manche Bausparkassen auch von dieser Regelung ab.
Den Eigenmittelanteil muss man entweder angespart haben, oder mittels eines anderen Kredites finanzieren (zb.: Eigenmittel ersatz Darlehen).
Der Höchstbetrag den man mit einem Bausparvertrag finanziern kann, beträgt pro Person 150.000,-- €!!!
Das Darlehen sollte auch den Schätzwert von 70% - 80% des Verkehrswertes des Grundstückes nicht übersteigen!
Positiv ist am Bauspardarlehen zu bemerken, dass man keinen Kursrisiko wie bei Fremdwährungen unterliegt und in Zeiten einer Hochzinsphase (seit längerem weit davon entfernt) eine günstige Refinanzierung aus dem Pool der Bausparkassen erfolgt und daher der Zinssatz bei 6% maximal ist.
Negativ: Das Risiko des Bauspardarlehens besteht darin, dass die Zahl der Bausparer abnimmt (seit Jahren der Fall!!!), und dadurch die Bausparkassen zu wenig Geld haben und gezwungen sind, dass auszuleihende Geld auf dem freien Kapitalmarkt aufzunehmen. Das Bausparen und das Bauspardarlehen steht und fällt mit den staatlichen Zuschüssen für das Bausparen. Wenig Zuschuss (Prämie vom Staat) bedeutet für den Sparer weniger Rendite (Zinsen, Gewinn)
Zur Verdeutlichung bestand die staatliche Prämie 1972 aus einen staatliche Zuschuss von 25%!!! Heute steht dieser Zuschuss bei 3,0%!!! Bei Wegfall der Prämie wackelt sogar die Zinsobergrenze von 6%! Diese Behauptung ist keineswegs absurd, da die Attraktivität wie nachstehend beschrieben abnimmt.
1972 erhielt man für eine jährliche Sparleistung von 545,-- € (~ 7.500,-- ATS) eine staatliche Prämie von sagenhaften 127,-- € (~ 1.748,-- ATS)
2006 erhält man für eine jährliche Sparleistung von 1.000,-- € (fast das doppelte zu 1972) eine staatliche Prämie von 30,-- € (3,5 mal weniger als 1972!!!)
Tendenz weiterhin fallend!
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